In einem lieben Forum hab ich immer mit Begeisterung die Näharbeiten der Mädels verfolgt, in Ermangelung kleiner Kinder aber hatte ich bisher noch nie wirklich die Idee, mal selbst wieder zu nähen.
Nun, seit langem schon träume ich von einer Patchworkdecke und so kam ich dann zu diesem Projekt, dank der Mädels auch vom Häkeln/Stricken zum Nähen und ich muss sagen, ich bin begeistert.
Zuerst hab ich mir bei der buttinette dieses Paket bestellt, dazu dann noch 3m breiten Unistoff in orange, passendes Baumwollvlies 8mm dick und auch hier 3 m und 2x Quiltgarn in natur.
Zuerst habe ich alles gewaschen und gebügelt, allerdings würde ich das Waschen bei diesem Stoff nicht mehr machen. Es franste doch ziemlich aus, wie man auf dem Foto recht gut sieht.
Aus den Stoffen habe ich dann jeweils 10 Quadrate geschnitten und diese dann zu jeweils 10 Reihen zusammengenäht, um ein versehentliches gleiches Quadrat neben Quadrat zu vermeiden, habe ich jeweils immer das 5. in der nächsten Reihe als Anfang gewählt, usw usf. Das Schwierige für mich waren immer die ersten beiden Teile einer Reihe. Diese auch richtig herum zusammennähen, oh jeh oh jeh, ich sag nichts davon, wie oft ich die ersten beiden Teile wieder aufgetrennen musste.
Nun denn, kleine Decke war dann auch der Punkt an dem ich merkte, die wird mir zu klein, bei meinem Umfang brauchte ich da schon mehr und ein Maß von 1x1,38m war bei weitem nicht wirklich ausreichend.
Also wurde sich am darauffolgenden Tag hingesetzt, gezeichnet und gerechnet.
Und so entschied ich mich dann dazu, einen ca 15 cm breiten Rand noch anzunähen. Also ausschneiden, bügeln und annähen.
Vlies anpassen und abstecken. Allerdings auch hier ein Fehler, falsche Seite, was sich aber erst später als Fehler herausstellt. Bald merkte ich auch, dass mein Tisch zu klein war und so wurde fix Boden gesaugt und gewischt und ich verlegte dann die Arbeit auf den Wohnzimmerboden. Gut, eine halbe Std auf meinen Knien war auch nicht gerade der Bringer, aber ich konnte den Vlies besser anpassen, abstecken und zuschneiden
Lilli musste natürlich auch aufpassen, ob ich das alles richtig mache, allerdings meinte sie dann später auch, dass es wohl unweigerlich eine Decke für sie werden würde. Hiervon gibt es kein Foto, da ich sie schnellsten runterjagen musste, wollte ja keine Hundehaare mit einnähen.
Beim Nähen mussten meine Nadeln ja wieder gezogen werden und da ich mich kenne, weiss ich, dass ich die sicherlich vom Tisch mit einem Wisch auf dem Boden befördere, also ich hab sie kurzerhand ins Polster gesteckt. Und noch etwas: Man glaubt gar nicht, wie weh das tun kann, wenn man sich dauernd die kleinen Miniteile in den Busen piekst *aua* Hier muss ich wohl noch etwas ändern.
Nach dem Abstecken hab ich dann von der Vorderseite her die Reihen nochmals nachgenäht, so dass das Rückenteil nun auch angenäht war. Ich denke aber, hier kann man sicherlich noch einiges anders, einfacher, besser machen. - Ende Tag 2.
Am nächste Tag habe ich dann den Rand noch fertig gestellt, 8 cm hatte ich hierfür gedacht, also umgebügelt, abgesteckt und genäht - warum das auf dem Foto so verwurschtelt aussieht, weiss ich auch nicht.
Und hier ist sie nun - tataaaaa....
meine erste Decke (Endmaße: 125*162) und es wird sicher nicht die letzte sein, wobei ich mich vorerst sicherlich damit begnüge, Decken zu nähen, welche einfache gerade Nähte haben und wenn ich es hier dann mal schaffe, diese auch annähernd gut hinzubekommen..... wir werden sehen ....
Fazit: beim nächsten Mal für eine normal große Decke 2 Patchworkstoffpakete kaufen, 1mal Garn mehr
und ansonsten: ich bin stolz!
und ich muss sagen, dass die Decken nicht einfach billig sind, verstehe ich nun umso mehr, denn es ist eine Heidenarbeit und ich ziehe meinen Hut vor allen Näherinnen.